eScooter die neue GEFAHR in der Stadt!

Alle haben beim Rechts Abbiegen den Radfahrer/in im Sinn, doch die Gefahr an der Ampel rechts neben dem Fahrzeug wird nun durch die zukünftige Zulassung von eScooter noch größer.

Mobilität ist ein wichtiges Stichwort in der heutigen und auch zukünftigen Urbanen Welt. Doch wie immer sind es nicht nur positive Effekte, welche durch neue Technologien etc. in den Straßenverkehr gebracht werden.

War es bisher gefährlich einen Radfahrer/in neben dem LKW an der Ampel als Kraftfahrer/in nicht zu erkennen, wird dies nun durch die recht schmale Gestalt des eScooter noch schwieriger werden, denn die neuen eScooter sind wesentlich kleiner und schmaler als ein Fahrrad.

Doch sie werden kommen und hierdurch für den Kraftfahrer/in eine weitere Gefahr darstellen. Und da nützt es sicherlich nichts wenn zum Beispiel der TÜV-Verband die Entscheidung zur Zulassung begrüßt.

Zur Entscheidung des Bundesrates zur Zulassung von E-Scootern sagt Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands:

„Der TÜV-Verband begrüßt die Entscheidung des Bundesrates, Elektro-Tretroller auf Straßen und Wegen zuzulassen. Jetzt muss die Verordnung zügig umgesetzt werden. E-Scooter sind eine wichtige Ergänzung im städtischen Verkehr. Laut einer repräsentativen Umfrage des TÜV-Verbands sind 69 Prozent der Bundesbürger der Meinung, dass E-Scooter eine gute Möglichkeit sind, um die Mobilität der Menschen zu verbessern. 43 Prozent können sich vorstellen, Elektrotretroller zu nutzen. Unter den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 55 Prozent… Der TÜV-Verband rät allen E-Scooter-Nutzern, einen Helm zu tragen. … Da künftig alle Personen ab 14 Jahren Elektro-Tretroller fahren dürfen, empfiehlt der TÜV-Verband die Einführung von geeigneten Schulungsmaßnahmen für junge Verkehrsteilnehmer. Der Fahrradführerschein reicht für motorisierte Fahrzeuge wie E-Scooter nicht aus.“

Die DEKRA SE empfiehlt einen Helm zu tragen und bittet im Straßenverkehr um gegenseitige Rücksicht. Zusätzlich weißt die DEKRA auch auf Billiprodukte hin, wo man sich dann die Frage stellen muss, ob diese dann auch in einer Notsituation rechtzeitig abgebremst werden können, und wie die Beleuchtung solcher eScooter dann aussieht. Auch weisen die Forscher der DEKRA SE darauf hin: „Vor allem die Kombination aus Mini-Rädern und hohem Lenker ist brisant. Bremst der Fahrer bei flotter Fahrt zu stark mit der Vorderradbremse ab oder verlagert er sein Gewicht beim Bremsen nicht genug nach hinten, droht ein Sturz über die Lenkstange.“ Außerdem sei wegen der kleinen Räder auf nasser, verschmutzter und unebener Fahrbahn mit erhöhter Sturzgefahr zu rechnen. Also liegt die Gefahr nicht nur beim Abbiegen an einer Ampel, sondern auch unterwegs.

Der Abbiege Assistent der Daimler AG ist laut der Daimler AG in der Lage auch eScooter neben einem Fahrzeug zu erkennen, und sorgt so für mehr Sicherheit. Bei anderen Abbiege Assistenten ist dies noch nicht bestätigt worden. Und so sind Abbiege Assistenten ein muss für Fahrzeuge welche in der Stadt gefahren werden. Doch die Gefahr lauert nicht nur rechts neben dem LKW beim Abbiegen.

Vermieter von eScooter kommen mit großen Stückzahlen von eScootern in die Städte. Und so werden auch nicht geübte Personen, sowie auch Personen, welche die deutschen Verkehrsregeln nicht kennen, die Straßen nutzen, und so für weiteren Stress und weitere Gefahren sorgen. Einen Anfang macht das schwedische Sharing-Unternehmen VOI, dem größten europäischen Anbieter in diesem Bereich.

Bleibt also nur zu Hoffen, dass Kraftfahrer/innen sich auf die neue Gefahr einstellen und das eScooter Fahrer/innen Rücksicht nehmen und mitdenken.  

Bild: obs/DEKRA SE/Karl-Heinz Augustin / DEKRA

Text: Achim Daniels #nextDrive.de