IVECO kommt nun alleine zu recht! Und so wird aus dem angekündigten Nikola Tree ein Heavy Duty FCEV und ein Heavy Duty BEV. Das folgt auf die Mitteilung der IVECO Group vom vergangenen Juni über den vollständigen alleinigen Erwerb des deutschen Unternehmens, das aus dem ehemaligen Nikola Iveco Europe Joint Venture hervorgegangen ist.

Starke Komponente und gute Basis

Der Heavy Duty BEV und der Heavy Duty FCEV sind mit der elektrischen Achse von FPT Industrial, der auf Antriebsstrang spezialisierten Schwestermarke von IVECO innerhalb der der Iveco Group, sowie mit Batterien von Proterra und der Brennstoffzellentechnologie und weiteren Schlüsselkomponenten von Bosch ausgestattet.

Grundsätzlich basieren die beiden Modelle auf dem S-Way, also einer bekannten Basis!

Der Heavy Duty BEV

Eine Reichweite von bis zu 500km ist beim Heavy Duty BEV, durch die verbauten neun Batteriepaketen möglich. Diese neun Batteriepakts haben eine Gesamtbatteriekapazität von 738 kWh und lassen sich mit bis zu 350 kW Ladeleistung aufladen. Bei 350 kW Ladeleistung kann in 90 Minuten auf 80% aufgeladen werden. Die eAchse hat laut IVECO eine Dauerleistung von 653PS / 480 kW. Das zGM beträgt 44t. Laut IVECO kommt die 4×2-Sattelzugmaschine im vierten Quartal 2023 auf den europäischen Markt.

Der Heavy Duty FCEV

Mit von bis zu 800km Reichweite kommt der Heavy Duty FCEV ab Ende 2023 in Frankreich, Deutschland und der Schweiz auf den Markt. Der für die Brennstoffzelle benötigte Wasserstoff kann laut IVECO innerhalb von 20 Minuten getankt werden. So stehen weitere 800km Reichweite mit dem Fahrzeug an! Somit ist der Heavy Duty FCEV für die Langstrecke und für den schweren Straßengüterverkehr geeignet, und macht den Einsatz des Fahrzeuges wesentlich einfacher und effektiver!

Die Leistung de eAchse beträgt beim FCEV 544 PS / 400 kW. Der Wasserstofftank kann bis zu 70kg H2 bei 700 bar speichern. Das zGM liegt auch hier bei 44t.

Bilder und technische Daten: IVECO Magirus AG

Text: Achim Daniels – nextDrive.de